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Gesundheitsstandort Schlangenbad: Gemeindevertretung beschließt Sicherung

Was wurde beschlossen?

Die Gemeindevertretung hat am 4. März 2026 den gemeinsamen Antrag von BfB und CDU zur Sicherung des Gesundheitsstandortes Schlangenbad angenommen (AT-58).

Beschluss: Die Verwaltung soll nach den Kommunalwahlen die unterbrochenen Prozesse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Gesundheitsstandortes fortsetzen. Dazu gehören Strategieentwicklung mit externen Experten und die Berücksichtigung erfolgreicher Gesundheitsstandorte als Vorbild. Bis zur Konstituierung der neuen Gemeindevertretung soll die Verwaltung bei Verkäufen von Gebäuden, die für den Gesundheitsstandort relevant sind, ein Vorkaufsrecht prüfen.

Abstimmung

Ergebnis Stimmen
Ja 13
Nein 6
Enthaltung 1

Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Warum ist das wichtig?

Schlangenbad ist Hessens ältestes anerkanntes Heilbad. Der Gesundheitsstandort im Ortskern – mit Thermalquellen, Bädern und der Median-Klinik — ist das wirtschaftliche und kulturelle Herzstück der Gemeinde. In den letzten Jahren gab es Sorgen um den Zustand von Gebäuden, die Zukunft der Bäder und mögliche Verkäufe an Investoren.

Der Antrag reagiert auf zwei Probleme:

  1. Strategieprozesse wurden abgebrochen. Externe Beratungsprojekte wurden gestartet, aber nicht zu Ende geführt. Eine klare Zukunftsvision für den Gesundheitsstandort fehlt bis heute.
  2. Gebäude könnten verkauft werden. Solange die neue Gemeindevertretung noch nicht im Amt ist, besteht die Gefahr, dass für den Standort wichtige Gebäude den Besitzer wechseln, ohne dass die gewählten Vertreter darüber mitentscheiden können.

Was sagt die FLS dazu?

Wir begrüßen, dass die Sicherung des Gesundheitsstandortes parteiübergreifend als dringlich erkannt wird. Der Antrag benennt die richtigen Probleme, insbesondere das Eingeständnis, dass in zwei Legislaturperioden ein „mutiger Schritt“ ausgeblieben ist.

Entscheidend wird die Umsetzung: Strategieentwicklung mit externen Experten ist nur dann sinnvoll, wenn die Ergebnisse auch umgesetzt werden. In der Vergangenheit wurden Beratungsprozesse gestartet und wieder eingestellt. Das darf sich nicht wiederholen.

Wir werden darauf achten, dass:
– die Ergebnisse der Strategiearbeit öffentlich zugänglich gemacht werden,
– die Bürgerinnen und Bürger in die Zukunftsplanung einbezogen werden,
– konkrete Maßnahmen mit Zeitplan folgen, nicht nur ein weiteres Gutachten.

Dokumente

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